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Spitzenlos Rundschleifen
und Spitzenlose Rundschleifmaschinen 3

Ortsfeste Schleifmitte

Voraussetzung für die Bearbeitung von Stangenmaterial auf spitzenlosen Rundschleifmaschinen ist ein ortsfester Schleifspalt. Hierfür müssen sich Schleif- und Regelscheibe horizontal und die Führungsschiene vertikal relativ zur Werkstückmitte bewegen lassen. Stangenmaterial wird über „Stangentische“ zu- und abgeführt.

Die „feste Schleifmitte“ erleichtert auch die Einrichtung der spitzenlose Rundschleifmaschine.

Ortsfeste Schleifmitte in der Ebert C-3070 – Spitzenloses Rundschleifen –  ortsfeste Schleifmitte

 

 

Einfache Maschinen

Bei Spitzenlosen Rundschleifmaschinen ohne ortsfeste Schleifmitte sind Hauptmotor und Schleifscheibe fest verbaut. Bei verschleißender Schleifscheibe werden Führungsschiene und Regelscheibe in Richtung Schleifscheibe bewegt. Hier ist die Regelscheibe auf dem „Oberschlitten“ montiert und relativ zur Führungsschiene verfahrbar.

Diese Spitzenlose Rundschleifmaschen sind relativ preisgünstig und kompakt, jedoch aufwändig einzurichten, und eignen sich nicht für große Werkstücke. Die Zuführung von Werkstücken ist erschwert.

Bewegliche Schleifmitte in einfachen MaschinenSpitzenloss Rundschleifen  – bewegliche Schleifmitte

 

 

Regelscheibe

Für das Durchgangsschleifen (spitzenlos Rundschleifen von langen Werkstücken oder Kurzmaterial nacheinander im Durchgang) wird die Regelscheibe um ca 3° geneigt. Beim Einstechschleifen um 0° bis 1°, hier kann die Axialbewegung des Werkstücks mit einem Anschlag verhindert werden.

Die Regelscheibe muß „hyperboloid“ abgerichtet sein damit sie – auch bei der Neigung – den Mantel des Werkstücks geradlinig berührt.

 

 

Schleifscheibe

Die Schleifscheibe wird abhängig von der Anwendung und dem gewünschten Schleifergebnis zylindrisch, oder in unterschiedliche Zonen abgerichtet: Einlauf-, Schleif- und Auslaufzone.

 

Werkstück Zuführung

Die Werkstück Zu- und Abführung muss Lage- und Wiederholgenau sein und zu Schleifart und -prozess passen. Werkstücke dürfen nicht beschädigt werden. In der Praxis haben sich verschiedene Methoden durchgesetzt:

Durchgangschleifen:

Der kontinuierliche Vorschub des Werkstücks erfolgt in der Maschine mit der Regelscheibe. Zusätzliche Haltevorrichtungen sind nicht erforderlich.

  • Manuelle Zuführung:
    – Werkstück wird von Hand auf die Führungsschiene in den Schleifspalt geschoben, der Transport durch die Regelscheibe beginnt
    – kostengünstig, geeignet für kleine Losgrößen, je nach Werkstückgeometrie mit einer Verletzungsgefahr verbunden

 

  • Schwerkraftzuführung
    – beim Durchgangsschleifen in einem geschlossenen Strang geeignet
    – mittels geneigter Zuführschiene
    – Werkstöcke gleiten nach
    – oft mit Vereinzelung über Sperrklinke oder Anschlag
    – robust und kostengünstig, gut für hohe Stückzahlen

 

  • Stufenförderer
    – Die Werkstücke liegen je nach Bauform des Förderers geordnet oder chaotisch in einem Rohteilebunker
    – Ein oder mehrere Schwerter fahren nach oben und heben ein oder mehrere Werkstücke aus dem Bunker, auf ein Zuführband in Richtung Schleifmaschine

 

  • Band-  oder Kettenförderer

 

  • Stangentische

 

  • Vibrationsförderer
    – Für kleine, kurze Werkstücke
    – Wendel oder Linearförderer
    – mit Vereinzelung und Ausrichtung der Werkstücke

 

Einstechschleifen:

  • Das Werkstück muss in die Schleifposition auf der Führungsschiene, vor den Axialanschlag gelegt werden. Dies kann z.B. auf folgende Arten geschehen:
    – Einblasen kleiner Werkstücke per Schlauch oder Rohr.
    – Portallader für ein oder mehrere Werkstücke gleichzeitig
    – Manuell, wiederum für kleine Losgrößen, mit Verletzungsrisiko
    – Aus einem Magazin mit Vereinzelung

 

  • Das Entladen der Werkstücke kann z.B. auf folgende Arten geschehen:
    – Manuell
    – Portallader
    – Axial mit einem Ausstoßer
    – Nach unten per Rückzug der Regelscheibe“